Lang & Heyne: Tourbillon „Anton“– filigrane Magie

23.03.2018
Handaufzug, Komplikationen

Eine Uhr von Lang & Heyne ist immer auch ein bisschen Magie. Mit dem neuesten Familienzuwachs haben die „Zauberer“ der feinen Manufaktur in Dresden ihrem Ruf wieder alle Ehre gemacht. Lange musste die Idee warten, doch 2018 ist sie endlich realisiert: ein „Lang & Heyne“-Tourbillon.

Tourbillon am Alligatorleder-Armband mit Haifisch-Innenleder

Beidseitig jeweils ein gewölbtes Saphirglas

In Roségold mit gebläuten Zeigern

In Platin mit Roségoldzeigern

Ganz in Roségold

Großer fliegender Minuten-Tourbillon mit 11,1 mm Durchmesser

Großes Formwerk mit fein finierten Goldrädern, Hebeln und Federn

Seit mehr als 200 Jah­ren gilt das Tourbil­lon als Sinnbild für uhr­macheri­sche Meister­leistung. Die In­terpreta­tion durch die Sächsi­sche Uhrma­cher­schule in der ersten Hälfte des 20. Jahrhun­derts mit „fliegen­dem“, also ein­seitig gelager­tem Drehge­stell brachte diesen Mecha­nismus zur Reife. Dieser Tradition folgt auch das Tourbil­lon von Lang & Heyne, leichtge­wichtig und ele­gant durch den ex­trem zart aus­geführ­ten Kä­fig. Des­sen Feinheit und Leichtig­keit re­duziert den zu­sätzli­chen Energie­bedarf und gleich­zeitig die Stoß­empfind­lichkeit des Me­chanis­mus auf ein Mi­nimum.

As zweites Karree-Modell von Lang & Heyne ist Anton nun so­zusagen der Bru­der des 2017 sehr er­folgreich vorge­stellten Modells Georg mit dem spekta­kulären Kloben­werk. Die Pro­portio­nen des recht­eckigen Gehäu­ses mit dem großen Sekun­denaus­schnitt schreien gera­dezu nach Öffnung des Emaille-Blattes, um den Blick auf das zarte Drehge­stell frei­zugeben. Der in anderen Kalibern thro­nende Brillant-Deck­stein fin­det seine Fortfüh­rung in den zwei chato­nierten Brillan­ten links und rechts des Schrift­zugs, gewis­serma­ßen als doppelte Krönung für das neue Meister­stück der Uhr­macher von Lang & Heyne.

Lang & Heyne fühlt sich der sächsi­schen Uhrma­cherei und Ge­schichte verbun­den, weshalb jedes Uhren­modell der fei­nen Ma­nufaktur den Na­men ei­nes be­deuten­den sächsi­schen Fürsten trägt. König Anton (27.12.1755 – 6.6.1836) war als Fünftge­borener nicht fürs Re­gieren be­stimmt. Seine Leiden­schaft war die Musik und Ge­nealogie. Eigent­lich wollte er Geistli­cher werden, aber im mittleren Alter über­nahm er doch noch die Regie­rungsge­schäfte von sei­nem ver­stor­benen Bruder. In Sach­sens schwieri­gen, re­volutio­nären Zeiten um 1830 zeigte er Umsicht, Toleranz und Ver­ständnis. So be­kam er vom Volk den Beinamen „Der Gütige“.

Die Ge­häuse­maße betra­gen ohne Hörn­chen 40 mm x 32 mm bei einer Höhe von 9,4 mm, die Uhr be­sitzt beidsei­tig je­weils ein gewölb­tes Sa­phirglas und ist wasser­dicht bis 3 bar, entspre­chend einer Wasser­tiefe von 30 Me­tern.

Das recht­eckige, zweiteili­ges „Grand Feu“-Emaille­ziffer­blatt zeigt feine Art-Deco-Ziffern mit blauen Akzen­ten, ne­ben Stunden- und Minuten­zeiger zieht die große dezen­trale Se­kunde mit 14,5 mm Durch­messer die Bli­cke auf sich.

Das Uhrwerk Caliber IX mit Hand­aufzug hat die Maße 34 mm x 26,5 mm x 5,5 mm und verfügt über 17 Rubine sowie zwei Di­amanten mit Bril­lant­schliff. Es ist ausges­tattet mit einem großen fliegen­den Mi­nuten-Tourbil­lon von 11,1 mm Durch­messer sowie einer freien, stoßge­sicherten Gold­schrau­ben-Un­ruh und arbeitet mit 18.000 Halb­schwin­gungen pro Stunde, entspre­chend einer Fre­quenz von 2,5 Hz. Die Gang­dauer beträgt 55 Stun­den.

Am ex­klusiven Alliga­torleder-Arm­band mit Hai­fisch-Innen­leder und wahl­weise Dorn- oder Falt­schließe lässt sich die Lang & Heyne Anton äußerst bequem tragen und komfor­tabel an- oder ab­legen.

Wo Hand­werks­kunst, Tradition und Prä­zision aufein­ander­treffen, entste­hen me­chani­sche Meister­werke der Zeit – die Uh­ren­manu­faktur Lang & Heyne ist ein solch besonde­rer Ort. Dresden als Wiege der sächsi­schen Uhrma­cherei ist für Lang & Heyne das per­fekte Domizil für die Herstel­lung fei­ner Uh­ren. Die histo­risch anmu­tenden Werkstatträume der Ma­nufaktur verlässt jährlich eine ex­klusive Anzahl Uhren, alle in typi­scher „Lang & Heyne“-Manier gefertigt aus edelsten Materia­lien, mit teils ausge­fallenen Mecha­niken und filig­ranen Gravu­ren.

Die ed­len Uh­ren von Lang & Heyne werden in der hausei­genen Bou­tique „Tempus Arte“ in Dresden verkauft. Die Hand­aufzugs­uhr Anton kos­tet in Rosé­gold 97.850 Euro und in Platin 111.860 Euro. Weitere Infos gibt es unter: www.lang-und-heyne.de

Fotos: Lang & Heyne

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