Chris Benz auf der BOOT 2015

Was macht die watchguide-Redaktion in Düsseldorf auf der BOOT 2015, der Messe für Wassersport und Superyachten? Die adäquate Yacht – ähem – Taucheruhr für den nächsten Urlaub aussuchen …

Christian Benzing lebt, was er verkauft. Nein, das Foto ist nicht auf der Messe entstanden
Die Depthmeter ist eine Profi-Taucheruhr mit Quarz- oder Automatikwerk und Tiefenmesser
Diese Chris-Benz-Uhr hat laut Hersteller den Bisstest des Weißen Hais überstanden
In den Hallen mit den Superyachten stellt sich automatisch Fernweh ein

Anlässlich eines Termins in Düsseldorf bietet sich mir die Gelegenheit, Chris Benz auf der BOOT 2015 zu besuchen. Bei der 46. Auflage der weltgrößten Yacht- und Wassersportmesse zeigen 1.741 Aussteller aus 57 Ländern vom 17. bis 25. Januar alles, was man für Sport und Spaß auf, am und unter Wasser braucht – eben auch die ein oder andere Taucheruhr.

Taucheruhrenhersteller Chris Benz ist mir zwar schon lange ein Begriff, so recht mit den Uhren befasst habe ich mich bisher allerdings nicht. Also gehe ich sportlichen Schrittes durch die Trendsporthallen 1 und 2, dann mit ein wenig Fernweh vorbei an den Superyachten in den Hallen 4 bis 6 gezielt in die Taucherhalle 3.

Am Stand von Chris Benz angekommen, empfängt mich Marketingleiter Manuel Hetzer freudestrahlend mit „Hallo, was kann ich für Dich tun?“ Manuel duzt mich, obwohl ich einen Anzug anhabe. Er arbeitet in der Freizeitbranche, ist locker, zuvorkommend und auskunftsfreudig. Das Bild seines Chefs, welches er mir nach der Messe zusendet, spricht die gleiche Sprache: CEO Christian Benzing hat sich am Meer fotografieren lassen, natürlich ohne Anzug. Wir haben sofort eine Gesprächsbasis und ich unendlich viele Fragen.

Wie viele Taucheruhren hat Chris Benz im Programm? Über ein Dutzend Modellreihen mit insgesamt über 150 Ausführungen! Gut, nur wenige sind mechanisch und bewegen sich preislich in den vierstelligen Regionen, in denen mir hochwertige Taucheruhren anderer Hersteller bekannt sind, dafür bieten die Quarzmodelle die ein oder andere Funktion, die mir nicht so sehr geläufig ist. 

Das Wichtigste für den Profitaucher ist der Tiefenmesser, damit er weiß, wann er wieder auftauchen muss. Wer Erfahrung und die Dekompressionstabelle im Kopf hat, kommt mit Uhr und Tiefenmesser gut klar. Anfängern sei ein (zusätzlicher) Tauchcomputer empfohlen, um nicht zu schnell aufzutauchen, was die Lungenfunktion außer Gefecht setzt. Durch zu schnelles Auftauchen entstehen in den Lungengefäßen Gasblasen. Die wichtigste Regel: Gleichmäßig ein- und ausatmen und keinesfalls den Atem anhalten.

Die Taucheruhren der Toplinien Depthmeter, Deep, One sowie Surf&Sail sind aus speziellem, besonders salzwasserresistentem Marine-Edelstahl gefertigt und zeichnen sich durch ergonomisches Design, hohe Zuverlässigkeit und beste Verarbeitungsqualität aus. Laut Hersteller halten sie damit jeder Belastung beim Tauchen stand. Darüber hinaus bestehen die Uhrengläser aus kratzfestem Saphirglas. Außerdem wurden und werden sie von Profitauchern sowie anderen Wassersportlern entwickelt, getestet und kontinuierlich verbessert.

Chris-Benz-Uhren sind sogar Hai-getestet: Alle Uhren werden unter realen Bedingungen von erfahrenen Tauchern und Hai-Experten in der sogenannten Shark Alley, den Gewässern vor Gansbaai/Südafrika weißen Haien in „freier Wildbahn“ zum Bisstest vorgelegt. Nur Chris-Benz-Taucheruhren, die diesen Bisstest überstehen, werden ins Lieferprogramm aufgenommen und dürfen sich mit dem Prädikat „Shark Proof“ schmücken, erfahre ich von Manuel Hetzer. 

Viele Chris-Benz-Uhren sehen auf den ersten Blick nach professioneller Taucheruhr aus, andere weniger: Für Damen gibt es winzige Taucherührchen sogar mit rosafarbenem Zifferblatt, von denen mir Manuel versichert, dass sie genauso wasserdicht sind wie die ausgewachsenen Männeruhren. Die Bandbreite unterschiedlicher Modelle ist schier beeindruckend.

Auch wenn ich sogar die Quarz-Taucheruhren mit Tiefenmessertechnologie und die eine Analoganzeige ergänzenden Digitalanzeigen technisch und optisch gelungen finde, so gilt mein Interesse dennoch in erster Linie den mechanischen Zeitmessern: Groß, schwer, maskulin und mit ihrer vom Hersteller garantierten Tauchfestigkeit bis zu 200 bar wasserdicht bis der Arzt kommt, eben richtige Männeruhren. 

Ich bin halt Uhrenredakteur und Schwimmer, kein Profitaucher. Tiefseetauglichkeit hin oder her, mir reicht eine wirklich wasserdichte Uhr, am liebsten mit mechanischem Uhrwerk oder ersatzweise mit einem außergewöhnlichen Quarzwerk mit mechanisch nicht zu realisierenden Funktionen. 

So war der Besuch auf dem Chris-Benz-Stand für mich außerordentlich spannend. Na ja, einen Neoprenanzug habe ich ja schon, wer weiß …

Text: René Roland Katterwe

Fotos: René Roland Katterwe und Chris Benz

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