Laco: Wie geerbt – mit neuer Technik

Erbstücke sind oft liebevoll gepflegte oder sorgsam restaurierte Erinnerungsstücke, die man nur ungern am Arm in die große weite Welt hinausträgt. Und wenn es plötzlich eine Replika gibt, die genauso aussieht wie ein Erbstück? Laco hat sich genau dieses Gedankens angenommen …

Fliegeruhr „Erbstück” Baumuster A
Fliegeruhr „Erbstück” Baumuster B
Sogar das braune, geschlossene Kalbslederband hat Nieten und eine Antik-Optik
Das Edelstahlgehäuse ist manuell auf alt getrimmt und hat neben einem gravierten Edelstahlboden ...
... eine seitliche Gravur „FL23883“
Im Innern vieler Replika-Uhren von Laco tickt ein ETA-2801.2-Handaufzugswerk
Replika 45 A – dieses Modell sieht flammneu aus

Was ge­erbte Uh­ren angeht, so sind diese oft marode vom Zahn der Zeit und die Restau­ration kostet jede Menge Zeit und oft auch Geld, denn biswei­len muss der Uhr­macher sogar das eine oder an­dere Zahnrad neu an­fertigen. Eine auf diese Weise liebevoll wieder in einen funkti­onstüch­tigen Zu­stand ver­setzte Uhr legt man besten­falls sonn­tags an – oder gleich in die Vit­rine, da­mit man sich selbst und vielleicht der ein oder an­dere Be­sucher daran erfreuen kann.

Dabei würde man so ein Erb­stück doch ganz gerne nicht nur am Sonntag in die große weite Welt hi­naustra­gen, denn die Auf­merk­samkeit ist ei­nem mit einer solchen Uhr am Arm ganz si­cher. So oder so ähnlich muss Laco auch ge­dacht haben, als das deut­sche Traditi­onsun­terneh­men eine neue Uhr kon­struiert hat, die so neu gar nicht aussieht – die Erbstü­cke der Flieger­uhrense­rie.

Flieger­uhren haben bei Laco eine lange Tradition. Im zweiten Welt­krieg wurde Laco als einer von nur 5 Her­stellern ver­pflichtet, Uhren für das Militär zu bauen. Seither fertigt Laco Flieger­uhren für den zivilen Einsatz mit Hand­aufzugs- und Au­tomatik­werken. Beliebt ist ne­ben den heute üblichen Gehäu­segrö­ßen auch eine Ori­ginal Replika mit 55 mm Durch­messer. Und dann gibt es noch die vorgeal­terten Erbstü­cke.

Moment mal, sind denn die Erbstü­cke nicht neu? Doch, nur dass sie gar nicht so ausse­hen. Die Laco-Erbstü­cke in den bei­den Ge­häuse­größen 42 und 45 mm sind künstlich vorgeal­tert, da­bei geht dies weit über den übli­chen „Used-Look“ hinaus. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die ver­meint­lich alte Uhr hat neue Technik und ist genauso robust wie eine blitz­blanke neue Uhr – schließ­lich ist sie ja auch neu.

Im In­nern der Erbstü­cke tickt ein ETA-2801.2-Hand­auf­zugs­werk. Das Edel­stahlge­häuse ist ma­nuell auf alt ge­trimmt und hat neben einem gravier­ten Edel­stahlbo­den eine seitliche Gravur „FL23883“. Die künstli­che Alte­rung geht so weit, dass auf Kunden­wunsch deutli­che Ker­ben in das Ge­häuse geschla­gen wer­den. So­gar das braune, ge­schlos­sene Kalbsle­derband hat Nie­ten und eine An­tik-Optik.

Das künstlich vergilbte Ziffer­blatt ist entspre­chend Bau­muster A oder B gestaltet und pas­send zum an­tiken Ge­häuse mit Su­perlumi­nova C3 belegt. Auch die ther­misch gebläu­ten und eben­falls mit Super­lumi­nova belegten Stahlzei­ger sind in auf­wendi­ger Handar­beit indi­viduell gealtert, auf An­frage können die Zei­ger so­gar teil­weise aus­gebro­chen werden, denn der Kunde ent­scheidet, wie in­tensiv die Uhr vorgeal­tert wird.

Trotz des auf alt ge­trimmten Gehäu­ses ist die Uhr mit ei­nem ent­spiegel­ten Sa­phirglas ausges­tattet und bis 5 ATM wasser­dicht, was ei­ner (sta­tischen) Wasser­tiefe von 50 m ent­spricht. Da jede bestellte Uhr auf­wändig von Hand gebaut wird, be­trägt die Liefer­zeit 6 – 8 Wo­chen, er­hält­lich sind die Erb­stücke im Fach­handel und on­line unter: www.laco.de

Text: René Roland Kat­terwe

Fotos: Laco

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