Leserwahl zur „Uhr des Jahres 2014“

Auch dieses Jahr veranstaltete das Uhrenmagazin „Armbanduhren“ in Kooperation mit der „Welt am Sonntag“ wieder – wie seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten – eine Gala zur Wahl der „Uhr des Jahres“. Veranstaltungsort war diesmal das Hotel Plaza direkt am Messegelände in Basel. Am Donnerstag, den 27. März 2014, dem Eröffnungstag der diesjährigen „Baselworld“, fanden sich die geladenen Gäste zum feierlichen Anlass im Saal „Sydney“ des renommierten Hotels ein. Darunter viele alte Bekannte, aber auch einige neue Gesichter aus der Uhrenbranche.

1. Platz Damen: Jaeger-LeCoultre Grand Reverso Lady
1. Platz Herren: Nomos Glashütte Ahoi
Top 5 der Herrenuhren
Top 5 der Damenuhren

Erfreulich war die hohe Anzahl weiblicher Gäste. Vielleicht deshalb, weil den Damenuhren in diesem Jahr genau soviel Aufmerksamkeit geschenkt wurde wie den Herrenuhren. 

Gewählt wurde von den Lesern beider Magazine per Postkarte oder im Internet, aus einer großen Auswahl von Uhren aller Preisbereiche und unterschiedlicher Kategorien. So hatte ein Low-Budget-Modell genau die gleiche Gewinnchance wie eine Uhr aus dem oberen Luxussegment. Die Uhren wurden nicht in bestimmte Preisbereiche eingegrenzt, sondern die schönste Uhr in den einzelnen Bereichen gesucht. Durch die Veranstaltung leitete der Armbanduhren-Chefredakteur Peter Braun, der Mann mit dem Schnauzbart – mittlerweile eine Galionsfigur der Uhrenbranche. 

Die Herrenuhr des Jahres 2014 ist die Nomos Ahoi, die erste wirklich wasserdichte Uhr von Nomos Glashütte. Auf dem zweiten und dritten Platz landen die anderen Manufakturen aus Glashütte, die Glashütte Original PanoLunar Tourbillon und die Lange & Söhne 1815 Rattrapante Ewiger Kalender. Die weiteren Plätze gingen an die Rolex Daytona und die Junghans Meister Kalender. Die Damenuhr des Jahres 2014 ist die Jaeger-LeCoultre Grand Reverso Lady. Den zweiten Platz schaffte die Lange & Söhne Saxonia Automatik und den dritten Platz die Nomos Tetra. Weitere Plätze gingen an Patek Philippe und IWC. 

Die Beliebtheit deutscher Uhrenmarken bei den überwiegend deutschen Lesern wurde auch in diesem Jahr wieder sehr deutlich. So war auch diese Uhrenwahl einmal mehr von den Glashütter Uhrenmarken dominiert. Viele Schweizer Marken blieben der Gala leider fern, da die parallel stattfindende Baselworld ihnen offenbar kaum Zeit ließ.

Eine rundum gelunge Veranstaltung mit glücklichen Gewinnern und schönen Uhren. Es gab kaum etwas zu bemängeln, wenn überhaupt, könnte man erwähnen, dass die Wahlbeteiligung auch dieses Jahr sehr gering ausfiel. So reichten Nomos für den Sieg bereits 650 Stimmen und selbst mit nur 112 Stimmen konnte sich die Moritz Grossmann noch unter den besten Uhren platzieren und ergatterte immerhin noch den 10. Platz. Ich bin der Meinung, dass solch eine geringe Beteiligung kaum relevant sein kann, um die beste Uhr des Jahres 2014 zu küren. Aber immerhin hat man nicht wie beim ADAC die Zahlen manipuliert, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

Text und Fotos: Erdal Yildiz

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