Munichtime 2014

Die Munichtime im Hotel Bayerischer Hof ist die etwas andere Uhrenmesse. Hier trifft sich die Branche, hier können Uhrenfreunde ihre Lieblingsuhr in die Hand nehmen und mit Uhrmachern fachsimpeln.

Auch im nunmehr siebten Jahr waren auf der Munichtime neben einigen Dutzend großer Uhrenfirmen wieder viele kleine Marken mit Geheimtippcharakter vertreten, auf die wir auch dieses Jahr wieder unser Augenmerk gerichtet haben, da watchguide für seine Leser immer auf der Suche nach guten Alternativen zum stimmigen Preis-Leistungsverhältnis ist.

Wie schon in den Jahren zuvor residierten im großen Saal hinter der Eingangshalle Premium-Marken wie IWC, Cartier und Jaeger Le Coultre, um nur einige wenige zu nennen. Auf der Empore und in den angrenzenden Räumen präsentierten sich dann ein Großteil der für uns besonders interessanten Uhrenfirmen.

In der Eingangshalle stehen die Zeitmaschinen von Schlumpf Innovations

Uhrenadel

Wer uns auf unserem Weg in die Tiefen der Ausstellungshallen an prominenter Stelle begegnete, war York Prinz zu Schaumburg-Lippe mit seinen adeligen Uhren aus Rinteln, dem Kleinod der Weserrenaissance, wo neben den YORK Uhren weitere interessante Marken der Kleinmanufaktur Schaumburg Watch entstehen. Außer den untadeligen Serienmodellen bietet YORK nun auch individualisierte Einzelstücke mit wachsendem Erfolg an. Direkt hinter dem auffälligen YORK Stand trafen wir auf eine der bekanntesten unter den kleineren Marken.

York Prinz zu Schaumburg-Lippe mit interessanter Kollektion und Sonderanfertigungen
Diese Sonderanfertigung gibt es ohne Brillianten auf der Lünette jetzt auch in Serie
Die YORK Werkfinissierung gelingt der Kleinmanufaktur Schaumburg Watch vorzüglich

Schwingsystem

Nomos aus Glashütte hat zur Baselworld ein eigenes Schwingsystem ohne Schweizer Komponenten vorgestellt und wird damit zu einer in der Uhrenwelt hoch angesehenen Manufaktur. Die von Nomos „Swingsystem“ genannte Einheit aus Unruh, Feder und Regulage tickt nun in der neuesten Modellvariante, der Zürich Weltzeituhr, erstmalig auch in einem Automatikwerk. Dieses kleine, unscheinbare und mit dem Auge nicht zu erkennende Detail kommt in seiner Bedeutung einer Revolution gleich, da nahezu alle anderen hochwertigen Uhren dieser Welt auf Zulieferer aus der Schweiz angewiesen sind. 

Ich finde, es hat schon einen gewissen Charme, diese komplett in Deutschland gefertigte Uhr dann weiterhin nach einer Stadt aus der Schweiz zu benennen. Echte Uhrenfreaks lieben außergewöhnliche Uhrwerke. So freue auch ich mich jedes Mal wieder neu über besondere Funktionen im Uhrwerk und Anzeigen auf dem Zifferblatt, und davon gab es auf der Munichtime genügend zu sehen, so auch beim nächsten Hersteller, den wir besucht haben.

Nomos präsentierte im Modell Zürich Weltzeit jetzt auch ein Automatikwerk mit eigenem Schwingsystem
Mit dem Auge ist die Revolution im Glashütter Uhrenbau nicht zu sehen

Geschwindigkeit

Manuel Neuhaus baut als Fotograf und Grafiker zwar keine eigenen Uhrwerke, er lässt es sich aber nicht nehmen, diese dahingehend zu modifizieren, dass der Stundenzeiger seiner Einzeigeruhr Janus Doublespeed doppelt so schnell läuft. So umkreist der einzige Zeiger das Ziffernblatt in 6 statt in 12 Stunden und bietet somit auch ohne Minutenzeiger eine hervorragende Ablesegenauigkeit der Uhrzeit, sobald man sich an diese ungewöhnliche Form der Zeitanzeige gewöhnt hat. Darüber hinaus finde ich die von watchguide bereits getestete Uhr vom Design her besonders gelungen, welches für die meisten Uhrenkäufer das entscheidende Kaufkriterium sein dürfte. So haben auch die Vordenker der nächsten Uhrenmarke alles beim Design gegeben.

Neuhaus präsentierte seine Uhren auf dem Superbrands Gemeinschaftsstand der Familie Anders

Automarkenuhr

Eric Borgward und Jürgen Betz haben mit den Borgward Uhren eine Marke ins Leben gerufen, die nicht nur unter den einer Automarke gewidmeten Uhren eine Sonderstellung einnimmt. Jürgen Betz ist in der Uhrenbranche als Zulieferer von Zifferblättern bekannt, konzentriert sich aber nun seit vielen Jahren auf seine eigenen Kreationen und zeichnet sowohl für das Design der Borgward Uhren als auch für den Werbeauftritt verantwortlich. Dabei fotografiert das Multitalent sogar alle Bilder für Kataloge und Webauftritt etc. selbst, um das spezielle Borgward Lebensgefühl besonders authentisch einzufangen. Wir meinen, es ist ihm gelungen, mit den Borgward Uhren eine Tradition ins Leben zu rufen, die nicht nur bei Autofans Anklang finden dürfte. Auch die nächste Firma hat ihre eigene Tradition.

Eric Borgward und Jürgen Betz ( Bild) präsentierten ein Uhrenseminar mit Zifferblatt zum Selberdrucken

Direktvertriebs-Pionier

Sinn Spezialuhren zu Frankfurt am Main ist der Pioneer unter den Direktvertriebsmarken. Firmengründer Helmut Sinn verschickte seine in Frankfurt entstandenen Uhren lange vor dem Internet per Post an die wachsende Zahl der Interessenten. Dabei fertigte er zunächst robuste Pilotenuhren zum konkurrenzlos günstigen Preis und weitete die Palette schnell auf weitere Modelle aus. Nachfolger Lothar Schmidt ging diesen Weg konsequent weiter. Die neueste auf der Munichtime vorgestellte Uhr war ein 52-Wochen-Kalenderchronograph der Finanzplatzuhr-Linie. Kurz zuvor hatte Firmeninhaber Lothar Schmidt seiner Geburtsstadt Neunkirchen mit der Sinn 6068 NK eine eigene Uhr gewidmet, wie zuvor Helmut Sinn den Frankfurtern. Heute bietet Schmidt eine fast unüberschaubar große Bandbreite interessanter Uhren an, bei denen hochwertige Technologien zunehmend Einzug finden. Der nächste besuchte Stand gegenüber zeigte statt modernster Technik traditionelles Handwerk.

Die Sinn Finanzplatzuhren bekommen Zuwachs mit dem Kalenderwochenchronographen 6052

Gravurkunst

Jochen Benzinger aus Pforzheim ist die Koryphäe schlechthin, was das Skelettieren von Uhrwerken angeht, und hat bereits für viele teils sehr namhafte Hersteller in der Schweiz und in Deutschland gearbeitet. Um anschaulich zu zeigen, dass seine eigenen Uhren in liebevoller Handarbeit entstehen, hat er sein Gravurwerkzeug auch dieses Jahr wieder zur Messe mitgebracht. So gravierte er dort eine Uhrwerkplatine für ein Uhrenunikat, während einer seiner Uhrmacher mit einer Art Laubsäge eine weitere Platine skelettierte, bevor Jochen Benzinger diese dann mittels Gravurtechnik finissiert hat. Bei ihm entstehen immer wieder ganz besondere Werkfinissierungen. Auch beim nächsten Hersteller  begegneten uns bemerkenswerte Uhrwerke.

Jochen Benzinger präsentiert mit Leidenschaft, dass seine Uhrenkunstwerke in Handarbeit entstehen

Neue Manufaktur

Die neu gegründete Uhrenmanufaktur Rolf Lang aus Dresden präsentierte ihre Uhren erstmalig im März dieses Jahres auf  der Baselworld  und nun stellte sie auf der Munichtime weitere interessante Modellvarianten vor. Rolf Lang ist übrigens der Vater von Marco Lang, der sich mit Lang & Heyne einen Namen gemacht hat. Nachdem er zunächst reine Golduhren präsentierte, gibt es jetzt auch Modelle im Stahlgehäuse und Bicolor-Uhren. Im Gegensatz zu den meisten Bicolor-Uhren anderer Hersteller besitzen sie nur ein Mittelteil aus Stahl und haben neben der Lünette auch einen Sichtglasboden aus Gold. Die Krone kann dann wahlweise in Stahl oder Gold geordert werden. Der Bicolor-Look setzt sich auf Wunsch auch beim Uhrwerk fort. Jetzt gefallen mir die Rolf Lang Uhren noch besser als bereits zuvor, da Gold nicht unbedingt mein Ding ist, doch eine Bicolor-Uhr dieser Bauart schmeichelt mir. Ihren ganz besonderen Reiz hatte auch die neueste Uhrenlinie des nächsten Herstellers gegenüber.

Die in Basel neu präsentierte Manufaktur Rolf Lang zeigt neue Modelle in Stahl und Bicolor

Mystery-Effekt

Jean Marcel präsentierte nach dem Markenrelaunch vor einigen Jahren immer wieder neue interessante Uhrenlinien in limitierter Auflage. Allen gemeinsam ist ein eigenständiges Design, welches ich persönlich für sehr gelungen halte. So hat sich die bereits damals solide Marke durch ein außergewöhnliches Erscheinungsbild erneuert und spricht nun nicht mehr nur Uhrenliebhaber auf der Suche nach einer preiswerten Alternative zu den Premiummarken, sondern auch Uhrenkäufer an, die einfach nur eine Uhr mit tollem Design suchen. Mit der neuen Palmarium Linie geht Jean Marcel einen Schritt weiter und stattet diese Uhren mit einem ganz besonderen Uhrglas aus: Durch den einzigartigen Mystery-Effekt tritt das Firmenlogo auf dem Zifferblatt hervor, sobald man die Uhr anhaucht. Eine Kopie aus China würde somit quasi sofort erkannt. Ein eigenes Design haben auch die Uhren der nächsten Marke, die wir auf der Messe besuchten.

Von diesen beiden Jean Marcel Prototypen wird es nur einen Chronographen geben

Stahlhart

Damasko fertigt, bedingt durch seine Wurzeln als Gehäusematerialzulieferer, Uhren aus durchgehärtetem Stahl , die jahrelang getragen werden können, ohne zu verkratzen.  Darüber hinaus hat das Familienunternehmen im Laufe der Jahre seine Fertigungstiefe soweit erhöht, dass eigene Handaufzugs- und Automatikwerke in die unverwüstlichen Gehäuse eingeschalt werden und nur noch beim Chronographenwerk auf das altbekannte und ebenfalls unverwüstliche ETA Valjoux 7750 zurückgegriffen wird. Auf der Messe präsentierte der Hersteller, pardon, die Manufaktur muss es ja heißen, neben einer schicken Handaufzugsuhr eine GMT im schmucken Design. Dass Damasko mittlerweile den Manufakturen zugerechnet werden darf, geschah ohne großen Aufhebens. Auch der nächste besuchte Hersteller gegenüber gehört zu den durchweg bodenständigen Unternehmen in der Uhrenbranche.

Damasko mit eigenem GMT-Uhrwerk im durchgehärteten und polierten Gewand

Originell

Stowa liebt Originale. Dieser Werbespruch charakterisiert die Tradition des ursprünglich aus Pforzheim stammenden und nun in Engelsbrand ansässigen Unternehmens. Gleichwohl herrscht hier neben dem traditionellen Geist einer seit 1927 durchgehenden Uhrenfertigung auch ein frischer Innovationsgeist. Der heutige Eigentümer Jörg Schauer stellt immer wieder interessante Weiterentwicklungen seiner traditionellen Modelle vor und hat mit der TESTAF und der GMT (Test folgt) sogar eine komplett neue Linie ins Leben gerufen. Die schon lange existierende Seatime-Linie bekam auf der Munichtime nun sogar eine Version mit Titangehäuse, welches diese markante Taucheruhr zum Leichtgewicht macht.

Munichtime 2014

Die Munichtime im Hotel Bayerischer Hof ist die etwas andere Uhrenmesse. Hier trifft sich die Branche, hier können Uhrenfreunde ihre Lieblingsuhr in die Hand nehmen und mit Uhrmachern fachsimpeln.

Auch im nunmehr siebten Jahr waren auf der Munichtime neben einigen Dutzend großer Uhrenfirmen wieder viele kleine Marken mit Geheimtippcharakter vertreten, auf die wir auch dieses Jahr wieder unser Augenmerk gerichtet haben, da watchguide für seine Leser immer auf der Suche nach guten Alternativen zum stimmigen Preis-Leistungsverhältnis ist.

Wie schon in den Jahren zuvor residierten im großen Saal hinter der Eingangshalle Premium-Marken wie IWC, Cartier und Jaeger Le Coultre, um nur einige wenige zu nennen. Auf der Empore und in den angrenzenden Räumen präsentierten sich dann ein Großteil der für uns besonders interessanten Uhrenfirmen.

In der Eingangshalle stehen die Zeitmaschinen von Schlumpf Innovations

Uhrenadel

Wer uns auf unserem Weg in die Tiefen der Ausstellungshallen an prominenter Stelle begegnete, war York Prinz zu Schaumburg-Lippe mit seinen adeligen Uhren aus Rinteln, dem Kleinod der Weserrenaissance, wo neben den YORK Uhren weitere interessante Marken der Kleinmanufaktur Schaumburg Watch entstehen. Außer den untadeligen Serienmodellen bietet YORK nun auch individualisierte Einzelstücke mit wachsendem Erfolg an. Direkt hinter dem auffälligen YORK Stand trafen wir auf eine der bekanntesten unter den kleineren Marken.

York Prinz zu Schaumburg-Lippe mit interessanter Kollektion und Sonderanfertigungen

Diese Sonderanfertigung gibt es ohne Brillianten auf der Lünette jetzt auch in Serie

Die YORK Werkfinissierung gelingt der Kleinmanufaktur Schaumburg Watch vorzüglich

Schwingsystem

Nomos aus Glashütte hat zur Baselworld ein eigenes Schwingsystem ohne Schweizer Komponenten vorgestellt und wird damit zu einer in der Uhrenwelt hoch angesehenen Manufaktur. Die von Nomos „Swingsystem“ genannte Einheit aus Unruh, Feder und Regulage tickt nun in der neuesten Modellvariante, der Zürich Weltzeituhr, erstmalig auch in einem Automatikwerk. Dieses kleine, unscheinbare und mit dem Auge nicht zu erkennende Detail kommt in seiner Bedeutung einer Revolution gleich, da nahezu alle anderen hochwertigen Uhren dieser Welt auf Zulieferer aus der Schweiz angewiesen sind.

Ich finde, es hat schon einen gewissen Charme, diese komplett in Deutschland gefertigte Uhr dann weiterhin nach einer Stadt aus der Schweiz zu benennen. Echte Uhrenfreaks lieben außergewöhnliche Uhrwerke. So freue auch ich mich jedes Mal wieder neu über besondere Funktionen im Uhrwerk und Anzeigen auf dem Zifferblatt, und davon gab es auf der Munichtime genügend zu sehen, so auch beim nächsten Hersteller, den wir besucht haben.

Nomos präsentierte im Modell Zürich Weltzeit jetzt auch ein Automatikwerk mit eigenem Schwingsystem

Mit dem Auge ist die Revolution im Glashütter Uhrenbau nicht zu sehen

Geschwindigkeit

Manuel Neuhaus baut als Fotograf und Grafiker zwar keine eigenen Uhrwerke, er lässt es sich aber nicht nehmen, diese dahingehend zu modifizieren, dass der Stundenzeiger seiner Einzeigeruhr Janus Doublespeed doppelt so schnell läuft. So umkreist der einzige Zeiger das Ziffernblatt in 6 statt in 12 Stunden und bietet somit auch ohne Minutenzeiger eine hervorragende Ablesegenauigkeit der Uhrzeit, sobald man sich an diese ungewöhnliche Form der Zeitanzeige gewöhnt hat. Darüber hinaus finde ich die von watchguide bereits getestete Uhr vom Design her besonders gelungen, welches für die meisten Uhrenkäufer das entscheidende Kaufkriterium sein dürfte. So haben auch die Vordenker der nächsten Uhrenmarke alles beim Design gegeben.

Neuhaus präsentierte seine Uhren auf dem Superbrands Gemeinschaftsstand der Familie Anders

Automarkenuhr

Eric Borgward und Jürgen Betz haben mit den Borgward Uhren eine Marke ins Leben gerufen, die nicht nur unter den einer Automarke gewidmeten Uhren eine Sonderstellung einnimmt. Jürgen Betz ist in der Uhrenbranche als Zulieferer von Zifferblättern bekannt, konzentriert sich aber nun seit vielen Jahren auf seine eigenen Kreationen und zeichnet sowohl für das Design der Borgward Uhren als auch für den Werbeauftritt verantwortlich. Dabei fotografiert das Multitalent sogar alle Bilder für Kataloge und Webauftritt etc. selbst, um das spezielle Borgward Lebensgefühl besonders authentisch einzufangen. Wir meinen, es ist ihm gelungen, mit den Borgward Uhren eine Tradition ins Leben zu rufen, die nicht nur bei Autofans Anklang finden dürfte. Auch die nächste Firma hat ihre eigene Tradition.

Eric Borgward und Jürgen Betz ( Bild) präsentierten ein Uhrenseminar mit Zifferblatt zum Selberdrucken

Direktvertriebs-Pionier

Sinn Spezialuhren zu Frankfurt am Main ist der Pioneer unter den Direktvertriebsmarken. Firmengründer Helmut Sinn verschickte seine in Frankfurt entstandenen Uhren lange vor dem Internet per Post an die wachsende Zahl der Interessenten. Dabei fertigte er zunächst robuste Pilotenuhren zum konkurrenzlos günstigen Preis und weitete die Palette schnell auf weitere Modelle aus. Nachfolger Lothar Schmidt ging diesen Weg konsequent weiter. Die neueste auf der Munichtime vorgestellte Uhr war ein 52-Wochen-Kalenderchronograph der Finanzplatzuhr-Linie. Kurz zuvor hatte Firmeninhaber Lothar Schmidt seiner Geburtsstadt Neunkirchen mit der Sinn 6068 NK eine eigene Uhr gewidmet, wie zuvor Helmut Sinn den Frankfurtern. Heute bietet Schmidt eine fast unüberschaubar große Bandbreite interessanter Uhren an, bei denen hochwertige Technologien zunehmend Einzug finden. Der nächste besuchte Stand gegenüber zeigte statt modernster Technik traditionelles Handwerk.

Die Sinn Finanzplatzuhren bekommen Zuwachs mit dem Kalenderwochenchronographen 6052

Jochen Benzinger präsentiert mit Leidenschaft, dass seine Uhrenkunstwerke in Handarbeit entstehen

Gravurkunst

Jochen Benzinger aus Pforzheim ist die Koryphäe schlechthin, was das Skelettieren von Uhrwerken angeht, und hat bereits für viele teils sehr namhafte Hersteller in der Schweiz und in Deutschland gearbeitet. Um anschaulich zu zeigen, dass seine eigenen Uhren in liebevoller Handarbeit entstehen, hat er sein Gravurwerkzeug auch dieses Jahr wieder zur Messe mitgebracht. So gravierte er dort eine Uhrwerkplatine für ein Uhrenunikat, während einer seiner Uhrmacher mit einer Art Laubsäge eine weitere Platine skelettierte, bevor Jochen Benzinger diese dann mittels Gravurtechnik finissiert hat. Bei ihm entstehen immer wieder ganz besondere Werkfinissierungen. Auch beim nächsten Hersteller begegneten uns bemerkenswerte Uhrwerke.

Die in Basel neu präsentierte Manufaktur Rolf Lang zeigt neue Modelle in Stahl und Bicolor

Die neueste Stowa Seamaster hat ein Titangehäuse und wird so zum Leichtgewicht

Onlinevertrieb

Der Stellenwert des Direktvertriebs steigt in der Uhrenbranche. So überraschte mit der Uhrenmanufaktur Alexander Shorokhoff ein weiterer Hersteller mit einem Onlineshop. Dort wird exklusiv die brandneue Vintage Linie mit entsprechendem Preisvorteil angeboten, während die bereits etablierten Uhrenlinien der in Alzenau bei Frankfurt am Main ansässigen Marke weiterhin ausschließlich über den Fachhandel erhältlich sind. So zeigt Alexander Shorokhoff exemplarisch, wie Fachhandels- und Direktvertrieb kundenfreundlich kombiniert werden können.

 

Alexander Shorokhoff präsentiert mit der Vintage Linie erstmalig Uhren im werkseigenen Onlineshop

Fazit

Unterm Strich bleibt mir die Munichtime einmal mehr als eine schöne Messe in Erinnerung, bei der ich neben tollen Uhren auch interessanten Menschen begegnet bin, die mir voller Stolz ihre schönen Kunstwerke für das Handgelenk gezeigt haben. Ich finde, die Munichtime gehört fest in den Terminkalender eines jeden Uhrenliebhabers und ich freue mich schon auf die nächste Veranstaltung in München. Wer nicht solange warten möchte, kann derweil Mitte November die Viennatime in Wien besuchen.

René Roland Katterwe

Temption Vordenker Klaus Ulbrich mit der neuen CM01-Rosso mit Zyklopenauge
Das 30 jährige Firmenjubiläum ist Rainer Nienaber aus Bünde ein Sondermodell wert
Abschließend wieder ein Gespräch mit Joseph M. Stadl über alte Uhren und Uhrenseminare
Auf Wiedersehen bei der nächsten Munichtime im Grandhotel Bayerischer Hof
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