MUNICHTIME 2016: Die wichtigste Messe für Uhren direkt vom Hersteller

Uhren, die es ausschließlich im Direktvertrieb gibt, kann man normalerweise nicht in die Hand nehmen – auf der MUNICHTIME schon. Auf der Münchener Uhrenmesse sind neben angesehenen Handelsmarken auch immer mehr Uhren im Direktvertrieb zu sehen, daher ist der Veranstaltungsort, das Grandhotel Bayerischer Hof, alljährlich im Spätherbst das Eldorado der Uhrenliebhaber – und insbesondere der Onlinekäufer, die hier Gelegenheit haben, begehrte Zeitmesser einmal „live“ in Augenschein zu nehmen, anstatt sie nur im Internet zu betrachten. So setzen wir auch dieses Jahr wieder den Schwerpunkt unserer Berichterstattung auf auch – oder ausschließlich – online erhältliche Uhrenmarken.

Jaeger Le Coultre: keineswegs neu unter den Ausstellern ...
... aber erst seit kurzem mit einem Onlineshop unterwegs
Unten residieren überwiegend Handelsmarken ...
... oben überwiegend Direktvertriebe
Dirk Dornblüth ist bei Branchen-Kollegen dank seiner Fertigungstiefe hoch angesehen ...
Rückseite einer Dornblüth-Handaufzugsuhr mit Manufakturwerk
Auch Andreas Hentschel genießt eine ausgezeichnete Reputation bei seiner Kundschaft
Für Hentschel ungewöhnlich sportliches Bronzegehäuse mit Anlaufschutz ...
... und weitestgehend seewasserresistentes Manufakturkaliber
Das deutsche Traditionsunternehmen Laco ...
... präsentierte gleich mehrere interessante Uhrenlinien
Ein Highlight darunter ist in jedem Fall die künstlich vorgealterte Fliegeruhr
Stowa-Inhaber Jörg Schauer stellte persönlich aus
Neben vielen attraktiven Uhren ...

Das gehobene Ambiente der Location passt wunderbar zu hochwertigen Armbanduhren, dennoch ist die MUNICHTIME eine Messe zum „Anfassen“. Bei keiner anderen Uhrenmesse ist es möglich, sich so eingehend mit Mitarbeitern und Uhrmachern einzelner Marken zu unterhalten und auch einmal das ein oder andere edle Stück in die Hand zu nehmen. Bereits der Freitag war gut besucht und fast alle Aussteller waren ständig mit Uhrenliebhabern im Gespräch.

Im Erdgeschoss stellten insbesondere die Handelsmarken ihre Kollektionen zur Schau. Gleich am Eingang stellte mein persönlicher Branchenprimus Jaeger Le Coultre aus. Keineswegs neu unter den Ausstellern, aber erst seit kurzem mit einem Onlineshop unterwegs. www.jeager-lecoultre.com Gut, dass es auch günstiger zu erwerbende Uhren gibt.

Neben Nomos Glashütte www.nomos-glashuette.com, die ebenfalls einen Onlineshop betreiben, waren auch andere deutsche Premium-Hersteller im Erdgeschoss zugegen, doch zuerst widmeten wir uns den Ausstellern im Obergeschoss.

Wie der insbesondere bei Kollegen der Branche dank seiner Fertigungstiefe hoch angesehene Dirk Dornblüth www.dornblueth.com war auch Andreas Hentschel vor Ort, der eine ausgezeichnete Reputation bei seiner Kundschaft genießt. Er überraschte mit einem weitest­gehend seewasserresistenten Manufak­tur­­kaliber im für Hentschel ungewöhnlich sportlichen Bronzegehäuse mit Anlaufschutz. Wieso seewasserresistent? Ganz einfach: Wird eine Uhr undicht, so rostet ein normales Werk oft schon ohne Seewassereinbruch, hier muss schon einiges passieren, damit es irreparabel beschädigt wird. So brauchte das Gehäuse nicht gleich wie ein Panzer konstruiert werden, sondern ist schön flach geraten. www.hentschel-hamburg.de

Im Obergeschoss fand sich eine ganze Reihe weiterer interessanter Uhrenmarken, darunter auch das deutsche Traditionsunternehmen Laco, welches gleich mehrere interessante Uhrenlinien präsentierte. Ein Highlight darunter ist in jedem Fall die künstlich vorgealterte Fliegeruhr. www.laco.de

Apropos Fliegeruhr: Stowa-Inhaber Jörg Schauer persönlich stellte nebst weiteren interessanten Uhren seine erste Fliegeruhr nach der in Zusammenarbeit mit Sinn entstandenen DIN-Norm aus, die auf der ebenfalls von beiden Firmen vorangetriebenen TESTAF-Norm basiert und weitere Faktoren berücksichtigt. Doch es muss nicht immer eine Norm-Uhr sein: Alternativ bietet Stowa jetzt auch eine Fliegeruhr ohne Normprüfung im gleichen Design für Einsteiger an. www.stowa.de

Gegenüber lagen die normierten Fliegeruhr-Varianten mit Sinn-Technik neben anderen neuen Uhren des Frankfurter Unternehmens. Die Highlights waren unter anderem neue Einsatzuhren, eine weitere Handaufzuguhr mit Meisterbund-Werk aus Sachsen und zwei für die FAZ und die ZEIT entstandene Editionen. www.sinn.de Der lange nicht mehr im Unternehmen tätige Firmengründer Helmut Sinn feierte übrigens kürzlich seinen 100. Geburtstag – und verkauft noch immer die ein oder andere Uhr, um nicht einzurosten …

Ebenfalls im Obergeschoss entdeckten wir am Jean-Marcel-Stand die Prototypen von gleich drei neuen interessanten Uhrenlinien, allen voran die erste Handaufzugsuhr der aktuellen Kollektion nach dem Relaunch – dabei haben Handaufzugs-Uhrwerke bei Jean Marcel durchaus Tradition. Neben dem abgebildeten Prototypen mit weißem Zifferblatt konnten wir auch schon ein schwarzes Zifferblatt ohne Gehäuse begutachten – das Gehäuse wird sich ohnehin noch geringfügig ändern. Die Jean-Marcel-Spezialität der vertikalen oder horizontalen Datumsanzeige findet in immer weitere Modelle der Schweizer Marke Einzug, die ausschließlich auf 300 Stück limitierte Serien auflegt und dennoch eine außergewöhnliche Gestaltung mit hohem Wiedererkennungswert bietet. Ebenfalls neu: Die Damenuhrenlinie Émotion sowie das Milanaiseband für die extraflache NANO 3900 – mit Magnetverschluss, damit dieser nicht aufträgt. www.jeanmarcel.com

Weitere Aussteller im Obergeschoss waren unter anderem Christine Genesis www.genesis-uhren.de und Rainer Nienaber www.nienaber-uhren.de mit seinen außergewöhnlichen Zeitanzeigen, darunter auch eine Dezimaluhr.

Jochen Benzinger führte dieses Jahr einmal mehr seine Skelettierkunst live vor sowie einige der von ihm kunstvoll bearbeiteten Werks­komponenten. Der Graveur gilt international als Koryphäe in seinem Metier und hat für viele der großen und kleinen Manufakturen bereits Uhrwerke skelettiert. www.jochenbenzinger.de

Auf der Empore trafen wir neben der Münchener Manufaktur Leinfelder www.leinfelder-uhren.de mit ihrer typischen klassischen Formensprache auf Marcello-C-Vordenker Marcell Kainz mit einer sehr eigenständig gestalteten und gleicher­maßen extravaganten wie robusten Taucheruhr. www.marcelloc.de

Direkt daneben waren die Uhren der in Deutschland beliebten Marke Junkers zu sehen, die im Onlineshop shop.junkers.de des Lizenzgebers Junkers www.junkers.de sowie im Fachhandel erhältlich sind. Hersteller ist die auf der Messe ausstellende Point tec Electronic GmbH, die unter anderem auch die im Ausland beliebte Marke Zeppelin vertritt. www.pointtec.de

Wieder im Erdgeschoss, begutachteten wir neue Uhren von Schaumburg Watch www.schaumburgwatch.com und YORK Prinz zu Schaumburg-Lippe. www.york-watches.de

Alexander Shorokhoff zeigte weitere Uhren­modelle in außergewöhnlichem Design. Online ist nach wie vor nur ein kleiner Teil der umfangreichen Kollektion erhältlich, die anderen Uhren gibt es offline im Handel. www.alexander-shorokhoff.de

Neben Hanhart www.hanhart.de zeigte auch die Familien-Manufaktur Damasko wieder instru­mentell gestaltete Uhren erstklassiger Ferti­gungsqualität. www.damasko.de

Ein paar Stände weiter besuchten wir mit Chronovision den Marktführer im Bereich Uhrenbeweger, der sowohl im Handel als auch direkt an den Endkunden verkauft. www.designhuette.com Auch im Obergeschoss war mit der Firma Wolf bereits ein englischer Hersteller von Uhrenbewegern anwesend.

Manuel Neuhaus stellte auf dem Stand von Superbrands wieder seine Doublespeed-Kollektion aus, darunter die auf 99 Exemplare limitierte Doublespeed Sport mit schwarzer DLC-Beschichtung auf dem Gehäuse und dem durchgehend 24 mm breiten Milanaiseband mit Butterfly-Faltschließe. Wahlweise ist die besonders eilig das Zifferblatt durchwandernde Einzeigeruhr mit einem schwarzen Lederband erhältlich. www.neuhaus.com

Normalerweise im Obergeschoss angesiedelt, fanden wir Jürgen Betz und Eric Borgward zu guter Letzt im Erdgeschoss mit einer neuen imposanten Borgward Automatikuhr mit kannelierter Lünette. www.borgward.ag

Bevor wir dem Grandhotel Bayerischer Hof wieder den Rücken kehren wollten, begegnete uns unerwartet Uhrenlegende Gerd-Rüdiger Lang, der sich nach dem Verkauf seiner Marke Chronoswiss doch nicht ganz zur Ruhe setzen wollte und nun die amerikanische Marke DOXA im Handelsvertrieb unterstützt, da bisher lediglich die Taucherkollektion in Deutschland erhältlich war – und zwar online: www.doxawatches.com

Eigentlich schade, dass diese Messe nur einmal im Jahr stattfindet. Wer an diesem Termin verhindert war, hat zwei Wochen danach die Chance, auf der VIENNATIME eine ähnliche Markenvielfalt zu begutachten.

Text und Fotos: René Roland Katterwe

 

 

 
... auch in frischen Farbvarianten
Stowa-Fliegeruhr ohne Zertifizierung, aber in gleicher Qualität
Erste Stowa-Fliegeruhr nach der in Zusammenarbeit mit Sinn entstandenen DIN-Norm 8330
Sinn-Fliegeruhr nach der von Sinn mitentwickelten DIN 8330
Sinn zeigte auch neue Einsatzuhren ...
... und natürlich Taucheruhren
Eine weitere Sinn-Handaufzuguhr mit Meisterbund-Werk aus Sachsen
Zwei Sonder-Editionen für die FAZ und die ZEIT
Jean-Marcel-Spezialität: vertikale (oder horizontale) Datumsanzeige
Handaufzugs-Prototyp von Jean Marcel mit weißem Zifferblatt
Ebenfalls ein Prototyp, diesmal allerdings mit bewährtem Automatikwerk
Weitere Zifferblätter noch ohne Gehäuse, das 2. von links für die Handaufzugsuhr
Das neue Milanaiseband mit Magnetverschluss für die extraflache NANO 3900
Ebenfalls neu: Die Émotion Damenuhren kamen gut auf der Messe an
Weitere Aussteller im Obergeschoss waren unter anderem Christine Genesis ...
... und Rainer Nienaber mit seinen außergewöhnlichen Zeitanzeigen
Jochen Benzinger führte dieses Jahr einmal mehr seine Skelettierkunst live vor
Am Stand der Bayerischen Meisterschule für das Uhrmacherhandwerk
Marcello-C-Vordenker Marcell Kainz mit einer sehr eigenständig gestalteten ...
... und gleichermaßen extravaganten wie robusten Taucheruhr
Uhren der in Deutschland beliebten Marke Junkers ...
Hersteller ist die auf der Messe ausstellende Point tec Electronic GmbH ...
... die unter anderem auch die im Ausland beliebte Marke Zeppelin vertritt
Schaumburg Geschäftsführer Murat Özsoy ...
... mit dem automatischen Chronographen Urbanic C 2 ...
... und einer Variante der beliebten Schaumburg Watch Moon
YORK Prinz zu Schaumburg-Lippe präsentierte neue Uhren
Die 18-karätige Fort de Lippe Classic Roségold ...
... und die ebenso hochkarätige Fort de Lippe Fantástica Roségold
YORK Concours Chrono, gewidmet Maximilian Prinz zu Schaumburg-Lippe, genannt „Max Sause“
Alexander Shorokhoff ...
... zeigte weitere Uhrenmodelle ...
... in außergewöhnlichem Design
Die Familien-Manufaktur Damasko ...
... zeigte wieder instrumentell gestaltete Uhren ...
... in erstklassiger Fertigungsqualität
Chronovision ist Marktführer im Bereich Uhrenbeweger
Auch im Obergeschoss war mit der Firma Wolf ein englischer Hersteller von Uhrenbewegern anwesend
Manuel Neuhaus stellte auf dem Stand von Superbrands wieder seine Doublespeed-Kollektion aus ...
... darunter die Doublespeed Sport mit schwarzer DLC-Beschichtung auf dem Gehäuse
Im Erdgeschoss fanden wir Jürgen Betz und Eric Borgward ...
... mit einer neuen imposanten Borgward Automatikuhr mit kannelierter Lünette
Uhrenlegende Gerd-Rüdiger Lang unterstützt nun die amerikanische Marke DOXA im Handelsvertrieb
Eigentlich schade, dass diese Messe nur einmal im Jahr stattfindet
 
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