Zeitkunst ohne Grenzen

Ganz gleich, wie genau eine Uhr auch ist, selbst wenn es die modernste Atomuhr mit einer unvorstellbaren Genauigkeit von einer Sekunde Abweichung in 15 Billionen Jahren ist, die Technik selbst ist meist versteckt in einem mehr oder weniger formschön gestalteten Gehäuse. Dabei ist ein Uhrwerk ein Kunstwerk für sich. „ArtNoLimits“ ist ein Zusammenschluss von Künstlern und Uhrmachermeistern, welche die Zeitmessung mit der Kunst verbinden möchten.

Drei-Achsen-Gyro-Tourbillon von T. v. d. Knesebeck aus Hamburg
Das Herz der Uhr ist ein Tourbillon, welches ständig seine Lage wechselt
Für die Zeitanzeige drehen sich die Zifferblätter als Zylinder hinter den Zeigern
Das erste Gangmodell von T. v. d. Knesebeck aus dem Jahre 1978
Hier zeigt sich der Tourbillon-Unruhkäfig in seiner vollen Schönheit

Einer der aktuellen Artnolimits-Höhepunkte ist der Drei-Achsen-Gyro-Tourbillon des Hamburgers Tilmann von dem Knesebeck. Trotz Tourbillon-Technologie, die ursprünglich der Genauigkeit der Zeitmessung in unterschiedlichen Lagen des Uhrwerkes dient, ist der Ansatz des Gyro-Tourbillons ein anderer: Die Uhr ist lebendige Kunst, ihr Herz ist ein Tourbillon, welches ständig seine Lage wechselt. Die Kräfte innerhalb eines solch komplexen Zeitgebildes für die Zeitmessung zu kanalisieren, ist eine Kunst für sich. 

T. v. d. Knesebeck, Maschinenbau-Meister und Techniker, stellte sich nach seinem Studium in den Dienst der Wissenschaft, sammelte hochwertige Uhren und reparierte diese später selbst. Angeregt durch einen befreundeten Uhrmacher und Sammler, entwickelte er auf Basis seines Gangmodells TK1 von 1978 zunächst eine Taschenuhr mit Tourbillon und dann den Gyro-Tourbillon TK3. Jedes Teil konstruierte und fertigte er selbst, sogar eine Chronometerfeder, die nur in wenigen Tourbillons zu finden ist.

T. v. d. Knesebeck, der den äußerst komplexen Gyro-Tourbillon ersonnen und gebaut hat, ist bereits im Rentenalter und hat nur drei Exemplare fertigen können, die nun zum sechsstelligen Preis erhältlich sind. Nur eine Handvoll Uhrmacher weltweit dürfte in der Lage sein, die Konstruktion nachzuvollziehen und selber zu bauen.

Des Weiteren beinhaltet das Artnolimits-Projekt derzeit bereits Tisch- und Armbanduhren, Schmuck und natürlich zahlreiche Kunstwerke. Frontfrau der Artnolimits-Initiative ist die Russin Victoria Merki, die - aus einer Künstlerfamilie stammend - viele der Gemälde selbst gemalt hat, welche die seltenen Artnolimits-Ausstellungen bei ausgesuchten Juwelieren zieren. Die Künstlerin entwirft beispielsweise auch Zifferblätter für Uhren, welche sie dann eigenhändig bemalt, und graviert Uhrengehäuse nach eigenen Entwürfen. 

Text und Fotos: René Roland Katterwe

ArtNoLimits
Torsten Nagengast

Pestalozzistrasse 9
75172 Pforzheim
Deutschland/Germany

+49(0)7231-13312420

www.artnolimits.com

Auch diese Armbanduhr mit klassischem Zifferblatt zählt zum Artnolimits-Projekt
Die kunstvolle Finissierung des Handaufzugswerkes ist durch den Glasboden sichtbar
Artnolimits-Künstlerin und Frontfrau Victoria Merki präsentiert den Zifferblattentwurf ...
... für ein Tischuhren-Unikat mit eigenhändig bemaltem Zifferblatt und handgraviertem Goldgehäuse
Die Tischuhr beherbergt ein seltenes, historisches Henry-Moser-Handaufzugswerk von 1910 mit einer Gangreserve von 40 Stunden, gebaut vom Hofuhrmacher des russischen Zaren
Artnolimits sind nicht nur schöne Uhren, sondern auch Schmuckstücke, Skulpturen und Bilder
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