Test: Pop-Pilot 36,5 mm – Fliegermode jetzt auch für Damen

Waren Fliegeruhren bislang meist schwarz, hat bereits das erste 42 mm durchmessende Modell der jungen Marke Farbe in diese Uhrenkategorie gebracht. Nun gibt es eine Kollektion mit 36,5 mm Durchmesser für das schlanke Handgelenk, so dass wir dieser hautsächlich für modebewusste Damen gedachten Uhrenlinie im watchguide Hands-on-Praxistest auf die Zahnräder fühlen.

Eine für modebewusste Damen gedachte Uhrenlinie
Das typische klare Design einer Fliegeruhr ist stets perfekt ablesbar
Diese Damenuhren sind mit Metallbändern ausgestattet
Golden und kupferfarben beschichtete Uhren-Modelle
Die 36,5-mm-Modelle sind mit Mineralglas ausgestattet
Die Pop-Pilot-Uhren haben japanische Miyota-Quarzwerke
Die Pop-Pilot Fliegeruhren sind in vielen Farbvarianten erhältlich

Mit der Uhrenmarke Pop-Pilot hat Zeitgeber vor wenigen Jahren für ordentlich Furore am Markenhimmel gesorgt, denn ungeachtet der günstigen Preise sind sie schnell zu einer festen Größe in der Markenhierarchie geworden. Dahinter steht die Fischer & Cie Uhren­manufaktur GmbH aus Hamburg. Als tradi­tionsbewusstes Unternehmen einen solchen Modeuhren-Erfolg zu landen, ist schon allerhand. Dahinter steht pure Qualität auch bei Pop-Pilot. Erhältlich sind die farbenfrohen Fliegeruhren in unterschiedlichen Gehäusegrößen im Online­shop des Herstellers unter: www.pop-pilot.com

Unboxing

Beim Öffnen der Uhrenbox gab es ein Déjà-vu: Ja, genauso sieht die bereits getestete Pop-Pilot Fliegeruhr mit 42 mm Durchmesser aus. Sie hat also die gleichen Gene. Ist das kleinere Modell weniger erwachsen? Schließlich ist sie doch um einiges günstiger als das große Modell.

Design

Beim Design kann man eine Fliegeruhr halt nur so gestalten, wie eine Fliegeruhr eben aussieht, oder? Hier aber transformiert das Design die schwere, markante Fliegeruhr in eine neue Leichtigkeit der Lüfte: In poppigen Farben demonstriert sie am Arm eine modische Einstellung des Trägers bzw. in diesem Fall wohl meist der Trägerin und fordert förmlich dazu auf, zweimal hinzusehen.

Neben den farbenfrohen Zifferblättern und Bändern vieler Modelle haben die Pop­Pilot-Uhren aller Größen eine weitere Besonderheit quasi als Alleinstellungsmerkmal: Jedes Modell trägt das Kürzel eines bekannten Flughafens auf dem Zifferblatt. So trägt das schwarze Modell des Aufmacherfotos das Kürzel KTM, womit nicht etwa die Motorradmarke gemeint ist, sondern das Kürzel für den Tribhuvan International Airport in Nepal. Der IATA-Code CGK auf dem vergoldeten Modell steht für den International Airport Soekano-Hatta in Jakarta, Indonesien, und AUH auf dem braunen Modell bedeutet International Airport Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Technik

Die Pop-Pilot ist eine klassische Dreizeigeruhr mit exzellenter Ablesbarkeit bei Tag und bei Nacht. Klassische Fliegeruhren besitzen ein mechanisches Uhrwerk. Hier wurde darauf verzichtet. Im Innern jeder Pop-Pilot arbeitet ein ebenso präzises wie zuverlässiges Marken-Quarzwerk von Miyota. Was jedoch wie bei den Original-Fliegeruhren fehlt, ist ein Datum, ansonsten ist die Pop-Pilot rundum alltags­tauglich.

Ausstattung

Alle Pop-Pilot-Armbanduhren sind aus robustem 316-L-Edelstahl gefertigt, die Oberfläche ist matt gebürstet, der Boden verschraubt. Die getesteten Damenmodelle sind zudem schwarz oder golden bzw. beschichtet. Im Gegensatz zu den 42 mm Modellen verzichten die 36,5-mm-Modelle auf ein Saphirglas und sind stattdessen mit einem Mineralglas ausgestattet, das bei der kleineren Uhr ja auch weniger Angriffsfläche bietet und das Budget schont. Die Lünette ist leicht abgeschrägt, wodurch sie bei Stößen ebenfalls eine recht geringe Angriffsfläche bietet.

Gab es die ersten Pop-Pilot-Uhren nur mit den praktischen, teils sehr farbenfrohen „Nato“­Textilbändern, so sind die Test-Damenuhren mit Metallbändern ausgestattet, die sich auf einen beliebigen Armumfang einstellen lassen und sich prinzipiell sogar prima als Kinderuhr eignen – das schwarze Modell natürlich auch für Jungen. Jedenfalls hätte der Nachwuchs damit eine sehr robuste Uhr. Selbstverständlich ist die 36,5-mm-Variante ebenfalls mit Textilband erhältlich und dann deutlich günstiger als mit Metallband.

Handling

Mit ihrem reduzierten Durchmesser passt die 36,5-mm-Version der Pop-Pilot wie angegossen ans Handgelenk, obwohl die ein oder andere Dame prinzipiell auch die 42-mm-Variante trägen könnte. Selbst mit Metallband ist die Uhr ganze 70 Gramm leicht – das schaffen Herrenuhren nur mit Lederband.

Das massive Uhrengehäuse bietet mit seiner matt gebürsteten Oberfläche eine gute Haptik und ist bis zu 3 Bar druckfest, entsprechend einer Wassertiefe von 30 Metern.

Wertigkeit

Eine Pop-Pilot wird ganz sicher nicht als Wertanlage gekauft und genauso wenig wieder verkauft, im Gegenteil, wer eine hat, erwirbt bestimmt eine weitere Farbkombination hinzu. Auch wenn die Pop-Pilot aufgrund ihrer guten Verarbeitung etwas teurer ist als eine Kirmesuhr, so lohnt sich die Ausgabe allemal, denn sie bietet jahrelangen Nutzwert im Alltag und obendrein einen hohen Wiedererkennungswert.

Einerseits finde ich es persönlich schade, dass bei dem preiswerteren Damenmodell die Krone nicht verschraubt ist und ein weniger kratzfestes Mineralglas dem Saphirglas gewichen ist, andererseits kann diese top modische Uhr so preiswerter angeboten werden, wodurch das Preis-Leistungs-Verhältnis unterm Strich wieder sehr in Ordnung geht, da es sich um eine wirklich ordentlich verarbeitete Uhr handelt.

Fazit

Muss eine Fliegeruhr schwarz sein? Die Pop-Pilot darf bunt sein, denn Zielgruppe sind eindeutig nicht Piloten und Fluglotsen, sondern Leute, die an bunten Farben genauso ihren Spaß haben wie an dem klaren Design einer Fliegeruhr. Für diese Zielgruppe ist Pop-Pilot die ideale Uhr und ab sofort dürfen auch Damen oder sogar Herren mit etwas schmaleren Handgelenken eine Pop-Pilot Uhr mit 36,5 mm Gehäusegröße tragen.

Test, Text und Fotos: René Roland Katterwe

Bezugsquelle

Firma: Pop-Pilot c/o Zeitgeber GmbH

Straße: Shanghaiallee 8

Ort: 20457 Hamburg

Web: www.pop-pilot.com

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